Unschöne Fan-Szenen
2:0 gegen Halle: Jena siegt im Ost-Kracher

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Im Saale-Duell gegen den Halleschen FC feierte der FC Carl Zeiss Jena am Freitagabend einen 2:0-Sieg.
Jena. Kaum eine Minute gespielt, flogen aus dem Gäste-Block erste Raketen und Böller.
Die Reaktion der Südkurve ließ nicht auf sich warten. Der Heimblock erleuchtete mit reichlich Pyrotechnik. Rauchschwaden zogen durch die ad hoc Arena.
Auf den übrigen Rängen herrschte beste Fußballstimmung, wie es sich für einen prestigeträchtigen Ost-Kracher gehört.
Die Zeiss-Elf zeigte von Beginn an, dass sie endlich wieder drei Punkte einfahren wollten.
Doch Torchancen blieben Mangelware. Aber auch vom HFC war kaum etwas zu sehen.
In der 21. Minute dann die Erlösung für die Hausherren.
Von der linken Seite bediente Kay Seidemann mit einer Flanke Hamza Muqaj, der per Kopf flach ins linke Eck zur 1:0-Führung einnetzte.
Drei Minuten (24.) später schlägt es bei HFC-Keeper Luca Bendel erneut ein. Joel Richter schiebt aus 16 Metern zum 2:0 ein.
Die Hallenser wachten jetzt auf und zwangen FCC-Torhüter Marius Liesegang zu einigen Glanzparaden. Die Zeiss-Elf geht verdient mit 2:0 in die Halbzeitpause.
Kaum waren die Teams in der Kabine, gab es unschöne Szenen am Rande des Spielfelds zu sehen.

HFC-Hooligan greift brutal die Zeiss-Ordner an. Foto: Baumgarten/JENPICTURES
Halle-Chaoten montierten im Gäste-Block ein Zaunfeld ab und stürmten in Richtung Südkurve. Raketen und Böller flogen erneut.
Es kam zu Schlägereien mit Ordnern und auch FCC-Anhängern. Ein Großaufgebot der Polizei musste zur Beruhigung der Situation einschreiten.
Aufgrund dieser Umstände war es dem Schiedsrichter Jens Klemm nicht möglich, die Partie wie geplant fortzusetzen.
Die Durchsage, dass die Sicherheitslage erst geklärt werden muss, erfolgte über die Lautsprecher.
Die Stadionverantwortlichen organisierten kurzerhand ein Absperrgitter und befestigten es an der entsprechenden Stelle mit Ketten.
Nach etwa 40 Minuten Unterbrechung ging es wieder um Ligapunkte.
Zurück auf dem Platz knüpfte die Zeiss-Elf nahtlos an ihre überzeugende Leistung an und ließ den Gästen kaum Raum für Gegenwehr.
Der FCC kontrollierte das Spiel bis zum Abpfiff, der ohne weitere Zwischenfälle erfolgte.
Am Ende feierte die Mannschaft von Trainer Uluc einen wichtigen Sieg und blickt nun zuversichtlich auf das Thüringen-Derby gegen Rot-Weiß Erfurt am Dienstagabend. Der Anstoß im Steigerwaldstadion ist für 19 Uhr geplant.
FCC: Liesegang - Butzen (66. Krämer), El Haija, Reddemann, Hehne, Gipson, Hessel, Muqaj, Richter (59. Weinhauer), Seidemann (78. Prokopenko), Löder (66. Tattermusch)
HFC: Bendel - Hauptmann, Löhmannsröben, Zaruba (20. Halangk), Landgraf, Friedrich (84. Stobbe), Inaler (46. Stierlin), Kulke, Hartmann, Nietfeld (84. Weber), Akono (70. Eshele)
Torfolge: 1:0 Muqaj (21.), 2:0 Richter (24.)
Zuschauer: 9257 Zuschauer
Text: Jana Baumgarten
Fotos: Thomas Weigel